Phosphate fördern das Pflanzenwachstum und verbrauchen dabei Sauerstoff. 1 g Phosphor ermöglicht das Wachstum von 100 g Pflanzen, wobei zusätzlich 150 g Sauerstoff benötigt werden.
Kommunales Abwasser enthält in der Regel pro Liter 5-10 mg gelöstes Phosphat (als P). Durch geeignete Maßnahmen können die Phosphate bis auf unter 0,5 mg pro Liter entfernt werden. Die wirkungsvollste Methode ist weiterhin die chemische Fällung.
Neben einer großen Palette an sauren Fällungsmitteln bietet die nova auch alkalische Natriumaluminate zur Phosphatfällung an. Diese hochkonzentrierten Natriumaluminat-Lösungen werden heute vorzugsweise aus Reststoffen der Aluminium verarbeitenden Industrie erzeugt. Um ein hochwertiges Produkt herstellen zu können, werden spezielle Reinigungs- und Prozessschritte durchgeführt. Somit wird Umweltschutz im doppelten Sinne realisiert - aus Reststoff entsteht Wertstoff … für den Umweltschutz.
Bei Verdünnung mit Wasser bildet sich aus Natriumaluminat durch Hydrolyse Aluminiumhydroxid. In Verbindung mit Phosphaten bildet sich Aluminiumphosphat.
Im Unterschied zu sauren Salzen reagieren Natriumaluminate alkalisch, der pH-Wert wird also leicht erhöht, die Säurepufferkapazität des Abwassers wird nicht zerstört, denn es werden OH--Ionen abgegeben. Dies wirkt sich positiv auf die Abwasserreinigung aus.
Für die Fällung von 1 g P wird erheblich weniger Aluminium benötigt. Dabei entsteht auch deutlich weniger Phosphatschlamm.
Aufgrund seiner multifunktionellen Wirkungsweise ist bei der Anwendung von Natriumaluminat in biologischen Kläranlagen die Simultanfällung vorzuziehen. Dabei wird das Natriumaluminat in den Ablauf der Vorklärung (Einlauf Belebung) oder in den Rücklaufschlamm dosiert. Eine gute und schnelle Verteilung des Produktes muss gewährleistet sein.
Natriumaluminate sind nicht korrosiv, jedoch stark alkalisch und in die Wassergefährdungsklasse WGK = 1 eingestuft. Weil das Produkt nicht korrosiv ist, kann es am einfachsten in Stahltanks gelagert werden. Selbstverständlich können Natriumaluminate auch in Kunststofftanks gelagert werden. Dabei ist auf eine alkalibeständige Innenschutzschicht zu achten.
Die Phosphatfällung mit Natriumaluminat wird bisher auf vielen Kläranlagen mit relativ niedriger Dosierrate (Betawert um 1,0) und guten Resultaten praktiziert. Eine Rest-P-Konzentration im Ablauf der Nachklärung von deutlich unter 1,0 mg/l (auch unter 0,5 mg/l) ist in der Regel durch einfache Simultanfällung zu erreichen.
Unsere Natriumaluminate sind keine Abfallprodukte und im Vergleich zu anderen, oftmals günstigeren Fällungsmitteln bieten wir hochwertige Produkte. Trotzdem stellen sich neben den ökologischen Aspekten in der Regel auch betriebswirtschaftliche Vorteile ein, denn beim Einsatz von Fällungsmitteln sind nicht nur die reinen Fällmittelkosten zu bewerten, sondern auch die Folgekosten, z. B. zusätzliche Schlammbeseitigung, Energiekosten für die biologische Oxidation, Investitionen für Lagerung und Dosierung des Fällungsmittels, sowie die Betriebssicherheit.
Produktinformation
Folgende Produktblätter zum Thema Phospahteliminierung stehen ihnen als PDF zum download bereit: